Meldungen und Berichte aus Kindergarten und Verein

Leider kein "Living English" nach den Herbstferien12. September 2018

Leider kann unser Kurs "Living English" nicht wie geplant nach den Herbstferien starten. Unsere Kursleiterin, die hauptberuflich als Lehrerin in Bestwig arbeitet, findet wegen ihres neuen Stundenplanes derzeit keine Möglichkeit, uns für den Kurs zur Verfügung zu stehen.

Wir hoffen, dass sich im zweiten Halbjahr dieses Schuljahres mit einem anderen Stundenplan die Situation wieder entspannt, und dass wir "Living English" dann wieder anbieten können.

Informationen zu diesem Kurs finden Sie her.

Fabian Schmidt ist neuer Vorsitzender des MoWie e. V.18. Juni 2018

Der Montessori-Verein Wiemeringhausen hat einen neuen Vorsitzenden. Nach 18 Jahren im Amt stellte sich die bisherige 1. Vorsitzende Anne Cramer (2. von links auf dem Foto) aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl. Die Mitgliederversammlung wählte Fabian Schmidt einstimmig zu ihrem Nachfolger.

Im Spätsommer 2000 gründeten engagierte Montessori-Erzieherinnen und Eltern den Verein. Die Gründungsmitglieder wählten die damalige Leiterin des Kindergartens, Anne Cramer, zur 1. Vorsitzenden. Schon seit etwas mehr als einem Jahr hatte das Kindergartenteam nachmittags die Schulkinder bei ihren Hausaufgaben betreut, die in die benachbarte Grundschule gingen. Die Rahmenbedingungen waren andere als heute: Es gab kein durchgängiges Ganztages-Angebot in der Schule. Der Bedarf berufstätiger Eltern war aber da. So machte sich das Kindergartenteam auf den Weg, diese Betreuung anzubieten.

Und so ist bestimmt die zeitliche Nähe kein Zufall, dass der Städtische Kindergarten in Wiemeringhausen seit Juli 2000 als Montessori-Kinderhaus anerkannt ist. Die konsequente Ausrichtung auf diese Pädagogik, die das selbstständige Tun und Lernen des Kindes in den Mittelpunkt stellt, findet sich auch in der Satzung des MoWie e. V.: „Im Vorstand sind immer zwei Inhaber des Montessori-Diploms und ein Vertreter des Montessori-Kindergartens“, heißt es dort. So wurden die Qualität der pädagogischen Arbeit des Vereins und die Kopplung mit dem Kindergarten sichergestellt.

Weg von allen Satzungstexten wurde dies 16 Jahre lang durch die Person der 1. Vorsitzenden Anne Cramer verkörpert, die gleichzeitig bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 2016 den Kindergarten leitete. Schnell wuchs das Angebot über die Hausaufgabenbetreuung hinaus: Im Laufe der Jahre gab es Malkurse und Musikgruppen, Tanz- und Bewegungsangebote, Vorlese-Omas und -Opas, Workshops für Eltern zum Montessori-Lernmaterial, später auch Info-Abende zu neuen Medien wie Computer und Smartphone. Anne Cramer hielt Vorträge über die Montessori-Pädagogik und rief das Angebot „Living English“ ins Leben, das bis heute von den Kindergartenkindern gern angenommen wird.

In den vergangenen zwei Jahren war es wegen des schrittweisen Rückzugs von Anne Cramer etwas ruhiger geworden im Verein. Für den Vorstand um den neuen 1. Vorsitzenden Fabian Schmidt geht es nun darum, die Angebote zeitgemäß weiterzuentwickeln und neue Angebote zu schaffen.

Mitbestimmung in Montessori-Tageseinrichtungen: Knapp 50 Erzieherinnen und Erzieher diskutierten in Olsberg21. Februar 2018

Kinder dürfen in der Tageseinrichtung mitbestimmen – aber wie setzt man das im Alltag um?  Damit setzten sich knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Montessori-Kindertageseinrichtungen im Haus des Gastes in Olsberg auseinander.

Die Mitbestimmung des Kindes in Kindertageseinrichtungen ist gesetzlich verankert. Durch die achtungsvolle Pädagogik Maria Montessoris wird diese täglich und sehr selbstverständlich praktiziert. Das Kind hat viele Entscheidungs– und Mitbestimmungsmöglichkeiten, durch die es seinen Kita–Tag selbst gestalten kann. Aber wo hört Fürsorge auf und beginnt das Loslassen? Wie viele Regeln sind nötig, wie viel Freiheit möglich? Wie setzt man Partizipation bei ganz jungen Kindern um?  Wie muss die Umgebung des Kindes gestaltet sein, damit es sich darin wohl fühlt und freie Entscheidungen treffen kann? Und wie finden unterschiedliche Anschauungen  innerhalb eines Teams zu einem einheitlichen pädagogischen Weg?

Als Referentin stand den Erzieherinnen und Erziehern Maria Kley–Auerswald, stellvertretende  Vorsitzende der deutschen Montessori-Vereinigung zur Seite. Sie stellte klar, dass ihr der Spruch „Hilf mir, es selbst zu tun“ nur gefällt, wenn auch der zweite Teil „aber gib mir auch die Zeit dafür“ zitiert wird. Gerade bei jungen Kindern dauert es häufig etwa 15 bis 20 Sekunden, bis eine an sie gerichtete Frage wahrgenommen und beantwortet wird. Wie oft nimmt man den Kindern in dieser Zeit ihre Entscheidung und Mitbestimmung ab?

Sehr interessiert und nachdenklich reflektierten die Erzieherinnen und Erzieher ihre Haltung dem Kind gegenüber und gingen mit der einhelligen Meinung auseinander: Ein demokratisches Miteinander beginnt, sobald das Kind verbal oder nonverbal mit seiner Umgebung kommunizieren kann. Einstimmig wurde auch beschlossen, das Thema  innerhalb der Teams weiter zu gestalten – und zwar gemeinsam mit den Kindern.

Weitere Informationen über unseren Standort Wiemeringhausen

Wiemeringhausen ist ein zur Stadt Olsberg gehörendes Dorf im oberen Ruhrtal. Es liegt an der Bundesstraße 480 zwischen Olsberg und Winterberg. Aktuelle Meldungen aus Wiemeringhausen und weitere Informationen finden Sie auf www.wiemeringhausen.de, der Homepage des Ortes, und auf der Facebook-Seite von Wiemeringhausen.