Meldungen und Berichte aus Kindergarten und Verein

St. Martin in Wiemeringhausen: knapp 550 Euro für Flutopfer im Ahrtal18. November 2021

In Wiemeringhausen wird Solidarität gelebt: Ein großes und herzliches Dankeschön allen großen und kleinen Menschen im Dorf, die zu St. Martin im Kindergarten eine Spende abgegeben haben. 

Dank Eurer Unterstützung können wir nun die stolze Summe von 549,23 Euro an die Flutopfer im Ahrtal weiterleiten. Wir freuen uns, dass die KInder und ihre Eltern das Teilen - so wie früher der heilige Martin - in die Tat umsetzen.

Wegen der Corona-Pandemie haben wir in diesem Jahr auf das Martinsspiel in der Kirche zum Auftakt des Martinszuges verzichtet, um die Gesundheit aller Teilnehmenden bestmöglich zu schützen.

„Ein Versprechen an die Kinder und an den Standort“15. Oktober 2020

Beim 50. Geburtstag des Kindergartens im September vergangenen Jahres hatte es Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer versprochen. Jetzt freuen sich die Kinder des Städtischen Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen darüber, dass das Versprechen gehalten wurde: Die umfassende Modernisierung der Ü3-Räume ist abgeschlossen.

Gruppenräume, Sanitäranlagen, Flur, Küche und Büro im Erdgeschoss des Gebäudes wurden im Sommer renoviert und stehen den Kindern und den Erzieherinnen in modernem Gewand zur Verfügung. Die Stadt Olsberg hat dafür insgesamt 190.000 Euro investiert.

„Mit der Renovierung konnten wir ein anderes Raumkonzept als bisher verwirklichen“, erläutert Kindergartenleiterin Simone Reineke. Seit vor vier Jahren im Obergeschoss des Gebäudes Räume eigens für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren hergerichtet wurden, werden im Erdgeschoss nur noch 25 statt zuvor bis zu 50 Kinder betreut.

„Das hat uns im Ü3-Bereich Platz verschafft.“ So wurden jetzt die sanitären Anlagen verkleinert. Der gewonnene Raum neben der Küche kann als Multifunktionsraum für Frühstück und Mittagessen, aber auch für Gruppenarbeiten oder spontane Angebote genutzt werden. Neu ist auch der Elternbereich im Flur. „Er steht Eltern zur Verfügung, die während der Eingewöhnungsphase ihrer Kinder zeitweise bei uns bleiben“, sagt Simone Reineke. „Außerdem möchten wir dort Literatur und Infos auslegen. Und, sobald es Corona wieder erlaubt, soll dieser Bereich für die Eltern ein Ort der Begegnung werden.“ Die Gestaltung wird das Team des Kindergartens demnächst gemeinsam mit dem Elternrat verwirklichen.

Die Gruppenräume wirken nun heller und moderner. Die Küche ist kindgerecht eingerichtet und fördert das Mitmachen der Kinder bei der Zubereitung des Essens. Alle Regale sind höchstens so hoch, dass auch Dreijährige an das oberste Brett gelangen können. Und sie stehen frei im Raum und sind von zwei Seiten zugänglich. „Das entspricht der Montessori-Pädagogik, denn es fordert die Kinder zum Zugreifen auf, zum Beispiel beim speziellen Montessori-Lernmaterial“, sagt Simone Reineke.

Das Lernmaterial ist eine Besonderheit dieser Pädagogik. Maria Montessori hat es erstmals 1907 entwickelt. Es soll den zu lernenden Inhalt mit allen Sinnen erfahrbar machen. Die Kinder können ihre Lernfortschritte selbst kontrollieren und erleben dabei unmittelbar den Erfolg.

Ein weiterer Fortschritt: Das Licht in den Toiletten und im Flur wird nun mittels Bewegungssensor gesteuert. „Gerade jetzt, in der Corona-Zeit, ist das für uns in Sachen Hygiene ein großer Pluspunkt“, betont Simone Reineke. In einem der beiden Gruppenräume ist das Licht dimmbar. „Das können wir nutzen, damit die Kinder zur Ruhe kommen können, aber auch für besondere Angebote zum Beispiel im Advent.“

Während der Umbauzeit hatte die Kolpingsfamilie Wiemeringhausen dem Kindergarten ihre Räume im Obergeschoss des Hauses als Ausweichräume zur Verfügung gestellt. Außerdem konnte die Turnhalle in der unmittelbaren Nachbarschaft des Kindergartens als Gruppenraum genutzt werden.

„Bei unserer Rückkehr haben wir die Gruppenräume zunächst wieder so gestaltet, wie sie vor dem Umbau waren, um den Kindern einen Wiedererkennungswert zu bieten“, sagt Simone Reineke. Noch fehlen einige Bilder an den Wänden und ein wenig Deko. Eine „endgültige“ Gestaltung gebe es ohnehin nicht. „Maria Montessori hat sich ständig weiterentwickelt. Das ist eine der Grundlagen ihrer Pädagogik und das gilt auch für unsere Ausstattung. Es geht vielmehr darum, die Einrichtung immer zeitgemäß und bedarfsgerecht zu gestalten.“

Nach der Schaffung der Räume für das U3-Angebot im Jahr 2016 und der Neugestaltung der Außenanlagen mit zwei neuen Großspielgeräten, einer Gartenhütte und einem neuen Zaun ist der Kindergarten in Wiemeringhausen nun umfassend modernisiert. „Wir verstehen dies als ein Versprechen der Stadt Olsberg an die Kinder und an den Standort hier in Wiemeringhausen“, sagt Simone Reineke, die sich freut, dass der Charakter des Kindergartens als zentrales Gebäude mit einem parkähnlichen Außengelände mitten im Ort, direkt gegenüber der Kirche, erhalten geblieben ist. Derzeit besuchen 35 Kinder die Einrichtung, davon 11 unter drei Jahren, was eine volle Auslastung der Kapazität bedeutet.

50 Jahre Kindergarten: eine bunte Zeitreise durch fünf Jahrzehnte13. September 2019

50 Jahre Kindergarten Wiemeringhausen - am Sonntag, dem 8. September 2019, haben wir Geburtstag gefeiert.

Hier sind ein paar Fotos von der Feier. Beim Draufklicken werden sie groß. Viel Spaß beim Anschauen und Erinnern!

Es war gleichermaßen eine Zeitreise durch die vergangenen fünf Jahrzehnte wie ein buntes Fest für alle Generationen: Der Städtische Montessori-Kindergarten in Wiemeringhausen hat seinen 50. Geburtstag gefeiert. Wegen des unbeständigen Wetters musste der offizielle Teil kurzfristig vom Außengelände des Kindergartens in die benachbarte Turnhalle verlegt werden. Es kamen sogar so viele Gäste, dass nicht alle in der Halle Platz fanden.

Von den ersten Überlegungen der Gemeindevertretung in der damals noch eigenständigen Gemeinde Wiemeringhausen bis heute – in seiner Rede ließ Bürgermeister Wolfgang Fischer die Entwicklung des Kindergartens Revue passieren. Er lobte vor allem die Arbeit von Anne Cramer, die die Einrichtung insgesamt 43 Jahre lang leitete. Sie brachte die Montessori-Pädagogik nach Wiemeringhausen. Seit dem Jahr 2000 ist der Kindergarten als Montessori-Kinderhaus anerkannt.

Vor drei Jahren ging Anne Cramer in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin Simone Reineke konnte 2016 „voll durchstarten“, wie Wolfgang Fischer betonte: Das U3-Angebot wurde erweitert, die Räume dafür modernisiert, das Außengelände neu gestaltet. Fischer kündigte an, dass im kommenden Jahr auch die Räume im Erdgeschoss des Kindergartens renoviert werden, in denen die Ü3-Gruppen angesiedelt sind.

Auch Simone Reineke dankte ihrer Vorgängerin: „Anne Cramer war immer eine Anwältin der Kinder, deren Wohl für sie bedingungslos im Mittelpunkt stand.“ Rund 720 Kinder haben den Kindergarten seit seiner Eröffnung besucht, hatten die beiden Leiterinnen während der Vorbereitung des Jubiläums ausgerechnet. Viele von ihnen kamen zur Geburtstagsfeier, und viele der heute erwachsenen Ehemaligen wissen inzwischen ihre eigenen Kinder in Wiemeringhausen gut betreut.

Eine musikalische Zeitreise durch die vergangenen 50 Jahre rief den Gästen die Entwicklung des Kindergartens ins Gedächtnis: die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund, bei der der Kindergarten schon in den 1970er- und 80er-Jahren Pionier war, die ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung der Kinder der Grundschule, die sich bis zu ihrer Schließung nebenan befand, die Fortbildung der Erzieherinnen zur Montessori-Pädagogik, damit verbunden die Qualifikation mit dem Montessori-Diplom, die Gründung des Montessori-Vereins als Förderverein, der Ausbau der U3-Betreuung. „So wie Maria Montessori sich immer weiterentwickelt hat, stand auch die Entwicklung in unserer Einrichtung nie still“, fasste Simone Reineke zusammen.

Bei Kaffee, Kuchen, kalten Getränken und Würstchen vom Grill feierten die Gäste anschließend ein fröhliches Geburtstagsfest. Rund 50 Helferinnen und Helfer trugen zum Gelingen bei, von der Vorbereitung bis zum Aufräumen. Für die Kinder gab es verschiedene Spiele, die Erwachsenen konnten unter anderem schätzen, wie viel alle Kindergartenkinder zusammen wiegen. Der Liedermacher Johannes Kleist begeisterte die großen und kleinen Gäste.

„Unser Dank gilt allen, die unsere Arbeit begleiten und unterstützen“, sagt Simone Reineke. „Ganz besonders denen, die uns an diesem Festwochenende in welcher Weise auch immer geholfen haben.“ Wer sich für die Arbeit des Montessori-Kindergartens in Wiemeringhausen interessiert, kann gerne telefonisch einen Termin zum Kennenlernen vereinbaren (Tel. 02985 662) oder dafür unser Kontaktformular nutzen.

Unser Kindergarten wird 50 Jahre alt - Presseinformation vom Juli 201918. Juni 2019

Unser Kindergarten feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Am 1. April 1969 wurde die Einrichtung eröffnet. Seit dem 27. Juli 2000 ist sie als Montessori-Kinderhaus anerkannt. Rund 720 Kinder haben den Kindergarten seit seiner Gründung besucht. Das haben die Leiterin Simone Reineke und ihre Vorgängerin Anne Cramer zusammengerechnet. Heute bietet die Einrichtung Platz für 35 Kinder im Alter von 1 Jahr bis zur Einschulung. Vor allem zwei Dinge sind es, die den Kindergarten in Wiemeringhausen besonders machen: seine zentrale Lage mitten im Dorf und die Anerkennung als Montessori-Kinderhaus.

Das große, vor 50 Jahren eigens errichtete und dem Stil eines Bauernhauses nachempfundene Gebäude und das parkähnliche Außengelände prägen das Ortsbild. Direkt nebenan liegt der Dorfplatz, gegenüber die Pfarrkirche. Ebenfalls gegenüber, auf der anderen Seite, war früher die örtliche Grundschule, bis diese 2014 schließen musste. „Kurze Wege zum Kindergarten und zur Schule – das war damals die Idee, als die Kinder noch hauptsächlich aus dem Ort kamen“, sagt die Leiterin Simone Reineke.

Inzwischen bringen Eltern ihre Kinder auch von weiter her nach Wiemeringhausen. Unter anderem aus dem Raum Winterberg – Medebach. „Das dürfte vor allem am guten Ruf liegen, den sich die Einrichtung in den vergangenen 19 Jahren als Montessori-Kinderhaus erworben hat“, sagt Olsbergs Bürgermeister Wolfgang Fischer, der bereits seine Teilnahme an der Jubiläumsfeier zugesagt hat. „Wir freuen uns, dass unsere Einrichtung mit diesem Alleinstellungsmerkmal über unsere Stadtgrenzen hinaus für Kinder und ihre Eltern attraktiv ist.“

Der Weg zur Montessori-Pädagogik ist eng mit dem Namen Anne Cramer verbunden. Sie leitete den Kindergarten 43 Jahre lang, von 1973 bis 2016. „Sie hat sich schon in den 1980er-Jahren für die Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund engagiert“, weiß Ortsvorsteher Talat Durguter. „Sie hat ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung organisiert, als noch kein Kindergarten und keine Grundschule nachmittags geöffnet waren, und Feste multikulturell gestaltet.“

Anne Cramer erinnert sich, dass sie auf der Suche nach Fördermöglichkeiten für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch war, Mitte der 1990er-Jahre auf die Montessori-Pädagogik stieß: „Das gesamte Lernmaterial von Maria Montessori kann man ohne Sprache anwenden. Und es gibt besondere Sprachmaterialien. Mit Hilfe dieser Materialien konnten die Kinder gut Deutsch lernen. Der nächste logische Schritt war, dass alle Erzieherinnen das Montessori-Diplom gemacht haben.“

Ebenfalls im Jahr 2000 gründeten engagierte Eltern und Erzieherinnen den Montessori-Verein als Förderverein. Seitdem kann der Kindergarten viele Angebote machen, die aus diesem Topf finanziert oder unterstützt werden. Zum Beispiel Malkurse, das Eltern-Kind-Turnen, Tanzkurse oder Workshops für Eltern. Viele seiner Montessori-Materialien verdankt der Kindergarten dem Förderverein, ebenso die günstigen Kosten für das Mittagessen der Kinder und Zuschüsse für die Montessori-Diplomkurse der Erzieherinnen. „Der Verein unterstützt uns, wenn wir mit unserem Budget an Grenzen stoßen“, sagt Simone Reineke. Anne Cramer rief auch das Angebot „Living English“ ins Leben – einen Englischkurs, der die Kinder gut auf den Unterricht in der Grundschule vorbereitet und ihnen viel Spaß macht.

Vor drei Jahren ging Anne Cramer in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin Simone Reineke konnte voll durchstarten: Die Stadt Olsberg als Träger des Kindergartens richtete für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren neue Räume her. Das Obergeschoss des Gebäudes wurde dafür aufwendig renoviert. Das Außengelände wurde neu gestaltet und mit neuen Spielgeräten aufgewertet.

„Als Dorfgemeinschaft freuen wir uns, dass auf Anne Cramer wieder eine so aktive Leiterin folgte,“ sagt Ortsvorsteher Talat Durguter. Auch die inzwischen schon nicht mehr ganz so neue Leiterin des Kindergartens ist eine begeisterte Anhängerin der Montessori-Pädagogik. „Maria Montessori ist eine beeindruckende, unkonventionelle Person, die ihre eigenen Wege gegangen ist und unheimlich gut beobachtet hat“, sagt Simone Reineke. „Ihre Pädagogik ist eine durchdachte und sehr liebevolle Pädagogik. Wir lernen ohne Druck, ohne richtig und falsch. Und – ja, das geht – wir lernen lachend.“

Dem Kindergarten und dem Montessori-Verein ist es ein Anliegen, sich aktiv in das Dorfgeschehen einzubringen. Sie gestalten unter anderem den Martinszug und den Kolping-Seniorennachmittag mit und beteiligen sich mit Aktionen am alljährlichen Sommerferien-Programm der Dorfgemeinschaft. Gerne stellt der Kindergarten sein Außengelände für dorfgemeinschaftliche Aktivitäten zur Verfügung, zum Beispiel beim Langenberg-Mountainbike-Marathon. Ebenso gerne nutzen die Kinder und Erzieherinnen die Unterstützung der Menschen im Ort, zum Beispiel, wenn sie bei den alljährlichen Waldtagen die Hegeringhütte am Iberg kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen.

Für Anne Cramer ist das Alter der Kinder eine der größten Veränderungen im Vergleich zu den Anfangsjahren: „In den 1970er-Jahren waren die Kinder zum Teil schon fünf Jahre alt, wenn sie zu uns kamen“, erinnert sie sich. „Zur damaligen Zeit waren die meisten Mütter zu Hause. Die Väter gingen arbeiten. Heute gehen auch die Frauen selbstverständlich arbeiten. Die Wirtschaft braucht sie. Die Eltern möchten ihre Kinder dann gut betreut wissen.“ Simone Reineke freut sich, dass sich in Wiemeringhausen der Begriff Kindertagesstätte nicht durchgesetzt hat: „Diesen Begriff habe ich lange benutzt. Für unsere Einrichtung finde ich ihn aber zu technisch. ‚Kindergarten‘ beinhaltet das Wachsen und Gedeihen in Ruhe, aber auch das Hegen und Pflegen. Der Begriff ‚Kindergarten‘ beschreibt wunderbar unsere Arbeit.“

Ortsporträt über Wiemeringhausen im WOLL-Magazin17. Dezember 2018

Ein ausführliches Porträt über das Dorf Wiemeringhausen und unseren Ortsvorsteher Talat Durguter gibt es in der Herbstausgabe des WOLL-Magazins. Dabei wird deutlich, wie viel Positives sich in den vergangenen Jahren in Wiemeringhausen getan hat.

In dem Bericht geht es auch um unseren Kindergarten und den Montessori-Verein. Darüber freuen wir uns sehr.

Der Bericht ist jetzt online: https://woll-magazin.de/2018/12/17/der-richtige-mann-am-richtigen-ort/

Viel Spaß beim Lesen!

Weitere Informationen über unseren Standort Wiemeringhausen

Wiemeringhausen ist ein zur Stadt Olsberg gehörendes Dorf im oberen Ruhrtal. Es liegt an der Bundesstraße 480 zwischen Olsberg und Winterberg. Aktuelle Meldungen aus Wiemeringhausen und weitere Informationen finden Sie auf www.wiemeringhausen.de, der Homepage des Ortes, und auf der Facebook-Seite von Wiemeringhausen.